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2011-11-(04-06) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von SY Baringa   
Thursday, 3. November 2011

Jahresabschlußtörn zum roten Felsen

Am Samstag bekamen wir für 0900 einen Schleusentermin und durften schon um 0830 in die Schleuse einfahren. Auf dem kurzen Stück vom Steg bis in der Welt zweitgrößten Schleuse kam Baringa verdächtig langsam vorwärts. Wo sonst 5kn durch den Bukh erreicht werden, waren es nur 3kn!!! Mmhh, woher und warum? Muscheln und sonstiger Bewuchs sind in den letzten 4,5 Monaten nicht spurlos an Baringa vorüber gegangen. Mit dem Schrubber habe ich während des Schleusenvorgangs vom Schwimmsteg aus versucht soviel wie möglich Bewuchs zu entfernen. Es kam viel runter! Nach dem Segel anschlagen und setzen im Vorhafen ging es hinaus auf die Jade. Alte Höchstgeschwindigkeiten konnten wir zwar nicht erreichen, aber es ging gut vorwärts.

Mit Fock und Groß segeln wir die Jade hinaus und legten leicht westl. vom roten Sand Kurs auf Helgoland an. Auf der zweiten Hälfte der Tagesetappe nahm der Wind weit über die angekündigten Maßen zu und wir mussten beide Segel reffen. Die Windpilot steuerte uns ruhig und zuverlässig dem roten Felsen entgegen, der im Dunst des Herbstes erst 2-3nm vor Ankunft zu sehen war. Kurz vor Helgoland ging die Sonne unter (ein schönes Schauspiel) und das größte Leuchtfeuer der Nordsee als Wegweiser an. Um 1645 legten wir im Südhafen im Päkchem am letzten für den Winter verbliebenen Schwimmsteg an.

Sofort nach der Ankunft gingen wir mit Portomonaie bewaffnet zum "Sailors" um uns zu versorgen. Helgo bedachte uns reichlich mit Köstlichkeiten und chauffierte uns noch in die "Innenstadt". Beim Mailändershop konnte ich noch nach Ladenschluß ein schönes Mitbringsel für Sohnemann erstehen und anschließend klang der Tag bei sehr köstlichen Filet in den Mokkastuben aus. Da der Skipper totmüde war, viel die gesamt Mannschaft schon um 2100 in die Koje.

Sonntag ließen wir es ruhig an und verließen nach dem Frühstück um 1000 den Südhafen. Der Wind hatte glücklicherweise wir erhofft auf NO gedreht und wir konnte bei NO4 beschaulich über die nun wieder wenig wellige Nordsee Richtung Jadeansteuerung segeln. Das lief gut aber nicht so schnell. Wir kamen pünktlich bei Niedrigwasser in der Jade an und fuhren in der Dämmerung diesen recht unspektakulären Strom hinauf, vorbei an allerlei Industriebauten. Es wurde dunkel, das Radar lieferte wie schon die Stunden zuvor bei dem Nebel und nun auch in der Dunkelheit wertvolle Dienste und wir bereiteten die Ankunft in WHV vor. Den vormittags abgesprochenen Schleusentermin für 1800 konnte wir nicht einhalten. Ein Anruf beim Schleusenwärter verschlimmerte die Gesamtsituation, da dieser nicht um 1900 sondern erst wieder um 2000 die Tore aufmachen wollte. Das war schlecht denn es bedeutete erhebliche Verzögerung.

Die Zeit bis zur Schleusung nutzten wir zum Abschlagen der Segel. Im MSW angekommen begannen wir sofort mit dem Ausladen und anschließend mit dem Einwintern des Motors/Bootes. Das dauerte dann bis 2300 an. Es wurde also eine späte Rückfahrt. Alles in allem sind wir froh diesen letzten Törn des Jahres gefahren zu sein und Baringa noch ein paar Meilen bewegt zu haben. Es hat viel Spaß gemacht, auch bei schlechter Sicht und nur knapp zweistelligen Temperaturen aber bei trockenem Wetter und besten Windverhältnissen.

Strecke: WHV - Helgoland - WHV (2x 43nm)

Crew: Christoph, Andrew

Wetter: Sa: OSO 5-6 (7), So: NO 4

Technische Daten: GP32 1551nm, 1226 Mstd.

Letzte Aktualisierung ( Friday, 23. December 2011 )
 
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