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2009-09-05 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von SY Baringa   
Wednesday, 9. September 2009

Spaß bei Starkwind

Freitag war schon viel Wind, zuviel um ein Segel an die Rollreffanlage anzuschlagen. Am Samstag war es anfangs nicht viel besser.

Also erstmal alles in Ruhe fertig gemacht, das Segel rausgelegt etc. pp. Als es dann einen Augenblick nicht so durch den Hafen pfiff schnell die Genua hoch gezogen und eingerollt.

Aber da es im Hafen, wo es für westliche Winde einigermaße geschützt ist, schon mit Bft.6 blies, band ich zwei Reffs ins Großsegel und suchte die Sturmfock raus. Die Sturmfock wird über die Genua geschoben und kann so als mit angeschlagener Genua gefahren werden.

Auf dem Weg zur Schleuse kam ein Charter-Plattbodenschiff mit 9 alten Herren an Bord aus dem Stadthafen Stavoren gefahren. Mit einiger Geschwindigkeit wollten die die Kurve zur Schleuse nehmen. Das Schwert an der Kurveninnenseite war aber nicht heruntergelassen und so fuhr der kann zügig gegen den hölzernen Wartesteiger vor der Schleuse. Auf meinen Hinweis hin, dass man zum um die Kurve fahren das Schwert runterlassen müsse kam nur "Jaja, das wissen wir" :-)

Später auf dem IJsselmeer (Schleusung verlief auf bei viel Wind problemlos) zog ich erst das Groß hoch und mußte da noch was an der Reffeinbindung korrigieren. Zum Abschluß noch die Sturmfock hochgezogen und dabei festgestellt, das die Schot nicht angeschlagen war ;-(. Also Autopilot rein und ab aufs Vordeck. Bei 6-7Bft. gab das erstens eine vollständige Dusch und so einfach war es auch nicht die Schot anzubinden.

Die Fahrt bis Enkhuizen war soweit in Ordnung. Mit 2. Reff im Groß und Sturmfock war ich stets so um die 6,5kn schnell --> mehr geht nicht und Krängung war auch mäßig. In der Schleuse zum Markenmeer waren viel Charterboote. Alle waren mit vielen Crewmitgliedern besetzt und keines schaffte es ohne Querstellen o.ä. das Boot festzumachen.

Die Fahrt nach Hoorn war auch sehr schnell, das letzte Stück musste gekreuzt werden. Bei Ankunft vor Hoorn sah es aus, als wäre keine Einfahrt in den Hafen mehr möglich. So viel Masten war zu sehen. Viele viele große Plattbodenschiffe lagen in Päkchen in Hoorn und für Sportboote waren auch nur noch wenige Plätze frei. Claus von der Kira und ich wollten aber eh Ankern und gegen 1745h viel der Anker im Außenhafen von Hoorn. Der Abend war herrlich sonnig, der Wind ließ nach und so konnte man die Umgebung und den Anblick der vielen schönen Plattbodenschiffe und der Altstadt von Hoorn genießen.

Strecke: Stavoren - Enkhuizen - Hoorn

Daten: 36nm

Wetter: bis auf kurze Nieselregen trocken, viel Wind WNW 6 (7)

Crew: Christoph

 

Sturmfock und zweifach gerefftes Großsegel

 

Letzte Aktualisierung ( Monday, 14. September 2009 )
 
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